Gibt es verlässliche Methoden, mit deren Hilfe man Domainnamen analysieren kann, ob sie "gut" sind, im Sinne von Erfolg versprechen?
Nein, die gibt es leider oder glücklicherweise nicht. Genauso wenig, wie es jemanden gibt, der die Lottozahlen der nächsten Ziehung voraussagt oder das Wetter in fünf Tagen.
Und dennoch gibt es Anbieter auf dem Markt, die gerade solche Domain-Analysetools gezielt vermarkten und den Benutzer solcher Tools mit teils hanebüchenen Ergebnissen konfrontieren. Da werden dann plötzlich Domains, die zwei Bindestriche beinhalten auf stolze 20.000 Euro und mehr geschätzt.
Da fragt man sich doch, wie die zu den Ergebnissen eigentlich überhaupt kommen. Nun, viele Faktoren spielen eine Rolle bei der Auswahl eines guten Domainnamens. Zuerst einmal gilt es zu bestimmen, was ihre eigentliche Dienstleistung, bzw. ihr Angebot ist, dass sie über diese Domain unters Volk bringen möchten. Wenn das hinreichend geklärt ist, geht die erste grobe Suche los.
Angenommen, sie möchten Fische vertreiben, so Sachen wie Perusalmler oder Sumatrabarbe, also sogenannte Zierfische, dann erscheint es natürlich naheliegend, nach Begriffen wie "Fisch, Fische, Zierfische, Aquarienfische" zu schauen. Aber leider sind all diese Begriffe schon lange von Mitbewerbern registriert.
Dann folgt Stufe 2: Sie schauen sich einfach mal den Quelltext ihrer Mitbewerber an und suchen dort nach den Schlüsselworten, bzw. keywords, die für die Suchmaschinen eingetragen wurden. Diese Worte geben meist Hinweise darauf, unter welchen Begriffen derjenige noch gefunden werden möchte. Vielleicht ist ja ein Wort dabei, das als Domain noch nicht registriert ist.
Alternativ gibt es in Stufe 3 noch die Möglichkeit, bei großen Werbevermarktern vorbeizuschauen, die sammeln nämlich die eingetippten Suchwörter ihrer Kunden auf ihren vielen verschiedenen Portalen und stellen diese Liste meist unentgeltlich zur Verfügung. In diesen Listen werden neben der Suchhäufigkeit des eingegebenen Wortes auch gleich noch die wortverwandten Ergebnisse mit angezeigt.
So bekommt man einen guten Eindruck, was alles in dem gewünschten Bereich gesucht wird. Vielleicht entdecken Sie ja dadurch ihren gewünschten und zugleich heißbegehrten Domainnamen.
Logisch, dass so genannte generische Wörter, also Wörter aus unserem Sprachgebrauch, die auch meist im Lexikon verzeichnet sind, zu den häufig begehrten zählen.
Jemand, der einen Perusalmler kaufen möchte tippt in seine Lieblingssuchmaschine eher "Perusalmler.de" ein als "Zierfischversand-für-Perusalmler.de". Die Attraktivität eines möglichen Domainnamens kann man auch grob daran ermessen, wieviele Werbeanzeigen auf der Trefferseite von Suchmaschinen wie Google erscheinen.
Dabei gilt die Faustregel: Je höher die Anzahl der angezeigten Anzeigen oben und rechts von den Suchergebnissen ist, desto begehrter ist das Suchwort.
Allerdings ist es dann meist auch der Fall, dass das eingegebene Suchwort unter der Endung "de" schon lange vergeben ist.
In Deutschland registriert man logischerweise in erster Linie de-Domains, sind die vergeben, folgen Domains mit der Endung com. Darüberhinaus gibt es auch noch die geläufigen Endungen biz, info, net und org. Zählt man alle weltweit verfügbaren Endungen zusammen, kommt man auf über 200.